BDSM Geschichte – SCHMERZBLIND

SCHMERZBLIND

von SIR D. Smith

 

TEIL 1

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Nächte in einem Schloss, noch dazu einem mit ausgedehnten Spielmöglichkeiten, waren immer etwas ganz Besonderes.
Die Schlossanlage bot einem nicht nur eine fantastische Kulisse für das eine oder andere Foto. Er freute sich auch schon darauf, mit seiner Sklavin einen kleinen Rundgang zur körperlichen Ertüchtigung – neudeutsch als Jogging bezeichnet, Laufen reicht ja heute nicht mehr – an der Leine zu unternehmen. Vielleicht würde er sie auch im schönen Licht der herbstlichen Mittagssonne im Schlossgarten anbinden, um seiner Lust mit ein paar liebevollen Schlägen auf ihren sich windenden Körper Ausdruck zu verleihen. Die Singletail wartete in seiner Reisetasche geduldig auf ihren Auftritt, sein Schwanz wollte von Geduld bei dem Gedanken eher nichts wissen.

Doch das war die Melodie des morgigen Tages, heute gab er sich der Vorfreude auf die Spielnacht in den liebevoll dekorierten und mit allerlei erotischem Mobiliar ausgestatteten Räumlichkeiten des Schlosses hin.

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Anmutig und mit dem ihr eigenen Stolz kniete seine Sklavin in der Mitte des Raumes. Gekleidet in zarte Haut strahlte ihre schlanke Gestalt ihm entgegen. Ihre Hände ruhten artig auf den nackten Knien, die Augenbinde war nicht mehr als ein effektvolles Accessoire. Blind machten sie die weissen Kontaktlinsen, die zu tragen er ihr befohlen hatte. Er bemerkte ein leichtes Schaudern, welches über ihren Körper kroch. Sie wusste nicht, was passieren würde. Sie hatte nur den Befehl, hier zu verharren. Schweigend. Auf ihn zu warten. In ihrer eigens erschaffenen Dunkelheit.

Spielzeug hatte er heute Abend nicht viel dabei. Für dieses Spiel wählte er eine schlichte Reitgerte und die Klammern. Einfache Klammern aus Holz, umwickelt mit einem speziellen Gummiband. Die Wirkung lies sich damit sehr fein abstimmen. Je straffer das Gummiband um die Klammer gewickelt wurde, umso stärker der Druck, umso fordernder der Schmerz.

Zusätzlich hatte er heute noch einen Lederriemen in der Tasche. Ein weiteres, sehr einfaches, aber ausgesprochen schmerzhaftes Spielzeug, das zudem noch wunderschöne, harte Spuren auf dem Körper hinterließ.

Der Spielbereich war gerade so dunkel, dass es einem das gute Gefühl der Geborgenheit vermittelte, und gleichzeitig hell genug, um die Beobachtung anderer Paare zu erlauben. Verschiedene Lichtquellen gaben dem Raum eine erhabene, noble Atmosphäre, die von den hohen, dunkel getäfelten Wänden noch unterstrichen wurde.

Er wollte sich an ihr ergötzen, ihre Reaktion in sich aufsaugen. Vom ersten Winseln bis zum letzten Schrei. Um dies alles noch zu verstärken, hatte er ihr heute Dunkelheit befohlen. Einen der wesentlichen Sinne aus dem Spiel nehmen hieß, die anderen Sinne zu verstärken. Doch das passierte nicht von jetzt auf gleich, vielmehr erforderte es ein wenig Vorlaufzeit.

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Sie war ein braves Mädchen. Zumindest gab sie sich alle Mühe, eines zu sein. Natürlich schaffte sie es nicht immer, schlug von Zeit zu Zeit über die Stränge, widersetzte sich durchaus auch einmal. Letzteres genoss er zum richtigen Zeitpunkt.

Wie sie jetzt da so kniete, in sich gekehrt und ganz bei sich, ohne Licht und ohne weiteren Befehl, erstrahlte sie für ihn geradezu vor Stolz und Verletzlichkeit.

Sein Ziel war seine Lust, genährt von ihrem Winseln, ihrem Weinen. Angetrieben durch ihre sanften Schreie, wenn der Schmerz sie traf und ihren Körper mit jedem Schlag weiter erregte. Ihr Anblick, wenn sie sich vor ihm wand und versuchte, mit triefender Pussy davon zu kriechen. 

Ihr Blick, wenn sie zu ihm aufsah, lächelnd vor Lust und weinend vor Schmerzen. 

Er war immer noch verliebt in das entstehende Bildnis, wenn die Striemen begannen, auf ihrer Haut zu erblühen wie zarte Rosen in der Frühlingssonne. Langsam, Schlag für Schlag ein Gemälde erschaffend, lustvoll wie die Lust selbst. Seine Male auf Ihrem perfekten Körper, ein niemals vollendetes Abbild seiner Gier.

Am allermeisten genoss er ihre Hingabe, ihre Aufopferung. Die Momente, in denen der Schmerz genug für sie war, sie ihn aber weiter ertrug, erregt nur durch seine Lust.

Das liebte er an seiner Sklavin am meisten, auch wenn er es ihr mit diesen Worten nie gesagt hatte. Noch nicht. Vielleicht später, an einem anderen Zeitpunkt ihrer Reise.

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Der Boden unter ihren Knien war hart und kühl. Viele Geräusche gab es nicht in ihrem Gefängnis aus Dunkelheit. Einige Schritte hörte sie kommen und gehen. Ihr Herr war bislang nicht dabei. Die einzelne Klammer, die er an ihrem Nippel platziert hatte, schmerzte. Ohne Anweisung, ohne seine Nähe fühlte sich die Dunkelheit verloren an. 

Sie wusste, dass sie sich in einem der Spielräume befand. Damit endete ihr Wissen um ihren Aufenthaltsort auch schon. Sie kniete nur hier auf diesem kalten Boden, gefesselt von seinem Befehl, gefangen im Dunkel.

Nach der Lesung war sie ihm aufs Zimmer gefolgt, wo sie sich duschen und neu schminken durfte. Er inspizierte im Anschluss ihren Pflegezustand nach einem festgelegten Ritual, das er ihr beigebracht und mit ihr eingeübt hatte. Auch heute fühlte sie sich dabei wieder auf wohltuende Weise erniedrigt. Besonders bei dem Teil, an dem sie sich bücken und ihm ihre gespreizte Arschfotze zeigen musste. Eine liebevolle und zugleich schallende Ohrfeige später befahl er ihr, die Kontaktlinsen einzusetzen und machte sie damit zu seiner blinden Gespielin. Ausgeliefert und fest durch Vertrauen an ihn gebunden.

Er half seiner blinden Sklavin in den – so vermutete sie zumindest dem Gefühl auf ihrer Haut nach – Hauch eines Nichts von einem rückenfreien Kleid. Gerade einmal ihre Brüste umspannte ein hauchdünner und sicherlich durchsichtiger Stoff, die Nippel waren ebenso frei zugänglich wie ihre Pussy. Sie war sich sicher, dass er es extra gekauft hatte. Unbekannt fühlte es sich an auf ihrer nackten Haut. Unterwäsche war ihr nicht erlaubt, aber das hatte sie auch nicht erwartet. Wenn sie ehrlich war, hätte sie auch keine tragen wollen. Ihre massgefertigten Lederfesseln schlossen sich um ihre Hände und Füsse, das breite Spielhalsband schmückte ihren schlanken Hals und kennzeichnete sie deutlich als seinen Besitz. Schuhe durfte sie heute keine tragen. 

Sprechen ist Dir heute Nacht nur erlaubt, wenn ich Dich dazu auffordere. 

Seine Stimme war leise und zärtlich, seine Hand strich ihr über die leicht gerötete Wange. 

Dann wollen wir mal los. 

Er ergriff ihre Hand und legte sie auf seinen Arm. 

Oh, da habe ich doch ein kleines Detail vergessen. 

Sie spürte, wie er sich zu ihr drehte. Seine Hand ergriff ihre linke Brustwarze, quetsche kurz ihren Nippel. Der Schmerz signalisierte ihr eindeutig, dass er eine  Klammer platzierte. Eine einzelne Klammer, eine von seinen Klammern. Schmerz zuckte durch ihre Brust und verteilte sich in ihrem Kopf.

Jetzt haben wir ein perfektes Partyoutfit.

Dann hatte er sie aus dem Zimmer und die große Treppe hinunter geführt. Der Teppich war weich unter ihren nackten Füssen. Langsam, Stufe für Stufe näherten sie sich der großen Halle. Trotz völliger Blindheit schritt sie sicher neben ihm her, hielt sich fest an seinem Arm, völlig auf seine Führung vertrauend. Von der Treppe aus waren sie nach links abgebogen. Dort begannen die Spielbereiche, sie erinnerte sich deutlich.

Sie war sich sicher, dass er in ihrer Nähe stehen und sie beobachten würde. Angestrengt horchte sie, versuchte, ein bekanntes Geräusch zu erhaschen. Irgendwo stöhnte eine Frau leise und lustvoll. 

In ihrem Kopf erwachte die Szene zum Leben. Eine schlanke, blonde Sklavin mit sehr straffen, grossen Brüsten lag über einem Strafbock. Hinter ihr stand ihr Herr. Sanft, fast zärtlich schwang er den Flogger. Jedesmal, wenn das Lustwerkzeug ihren entblößten Arsch traf, stöhnte sie leise. Die Frau klammerte sich an den Bock und reckte ihrem Herrn den Arsch entgegen. Nach jedem Schlag streichelte der Herr im schwarzen Anzug ihren Arsch und ihr kleines, nasses Fötzchen. Dann schlug er sie wieder, langsam und ohne Hast, aber mit zunehmender Intensität. Ihr Arsch begann, sich rot zu färben. 

Schritte, ganz nah bei ihr, rissen sie aus ihrer geräuschuntermalten Fantasie. Sie legte den Kopf ein wenig schief. Nein, das war nicht ihr Herr. Die Schritte kamen direkt auf sie zu. Zielstrebig klangen sie, doch ohne Hast. Schwere Schritte auf flachen Sohlen, ohne Zweifel einer der männlichen Gäste. 

 

Nächste Woche gibt es pünktlich zum Donnerstag den zweiten Teil. Natürlich wieder hier bei WORTE & PEITSCHE im Blog.
Wenn Du bis dahin noch was zum Spielen suchst – dann jetzt aber mal auf in unseren SHOP! Wir haben zwar keine Kontaktlinsen, aber Augenbinden und jede Menge fesselndes Spielzeug für Dich bereit gelegt.